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Bericht von 08.09.2026
Unmut gegen die Schwarzfischer ist groß
Die einen zahlen Pacht und machen Pflanzaktionen, die anderen angeln ohne Erlaubnis und lassen Müll zurück. Der Angel- und Naturschutzverein wünscht sich konsequente Strafverfolgung.
Von: Daniel Schneider
08.09.2026, 08:17 Uhr Oberndorf-Hochmössingen

Still und klar ruht der Hochmössinger Weiher. Dort, wo man nur als Mitglied des Angel- und Naturschutzvereins Oberndorf Fische fangen darf, haben kürzlich wieder „Schwarzfischer“ ihr Unwesen getrieben.
Foto: Daniel Schneider
„Das ist Fischwilderei“, stellt Lothar Konrad klar. Er ist Gewässerwart des Angel- und Naturschutzvereins Oberndorf und spricht an, was kürzlich am Hochmössinger Weiher passiert ist. Dort wurden – neben leeren Schnapsflaschen und Plastikmüll – mehrere Angelschnüre samt Haken gefunden.
Bei den Haken handelte es sich um sogenannte „Drillinge“ – also einen Haken mit einer Öse, der drei Hakenbögen und drei Spitzen besitzt. „Hängt ein Fisch zwei oder drei Tage an so einem Haken, ist das eindeutig Tierquälerei“, äußert er sich fassungslos.
Uferpflanzen gegen Hitze
Und verrät, dass er seit dem Vorfall nun vermehrt Kontrollgänge an dem Weiher macht. Auch der dortige Jagdpächter wüsste über das Problem der „Schwarzfischer“ Bescheid. Diese hätten in der Natur schließlich deutliche Spuren hinterlassen.
„Einige haben richtige Schneisen ins Gebüsch geschlagen, um besser ans Wasser zu kommen“, veranschaulicht Konrad. Da sei das Gebiet regelrecht „gerodet“ worden. Und hätten somit gerade das vernichtet, was die Oberndorfer Angler an ihren Pachtgewässern, also am Neckar von Talhausen bis Aistaig, an Teilen der Schlichem, des Irslenbachs und des Türnenbachs bei Fürnsal versuchen, „aufzuforsten“.
Denn es ist ja schließlich nicht nur der Angel-, sondern auch der Naturschutzverein. „Das ist klassische Strukturverbesserung“, erklärt der Vorsitzende Peter Beiter. Denn die Bepflanzung des Ufers diene der Beschattung. Gerade an warmen Tagen kühle sich das Wasser dadurch ab.
Illegales Angeln ist für die beiden jedoch kein neues Phänomen. Denn in den vergangenen Jahren hätten sie schon einige dieser Straftaten – meist am Neckar – zur Anzeige gebracht. So riefen sie einmal die Polizei, als ein Schweizer mit seiner Angel am Wasser war.
Überlastete Justiz?
„Als die Beamten ihn durchsuchten, fanden sie sogar ein Messer“, erinnert sich Konrad noch gut an den Vorfall. Obwohl ihrerseits jedes Mal Strafanzeige gestellt wird, wurden die Verfahren allerdings meist wegen „Geringfügigkeit“ eingestellt.
„Er lief eben nur mit einer Angel am Neckar entlang – hielt sie aber nicht ins Wasser“, beschreibt der Gewässerwart das juristische Problem. Und findet klare Worte. „Die Schwarzfischer lachen uns aus, wenn es keine Konsequenzen gibt.“
Und er vermutet in der häufigen Einstellung der Verfahren eine Reaktion auf die Überlastung der Justiz. „Wir zahlen, wenn wir angeln“, betont Beiter. Denn das Fischereirecht sei schließlich vom Land und den Kommunen gepachtet.
Und deswegen dürfe nur der angeln, der über einen Angelschein der Stadt und eine Erlaubniskarte des Vereins verfüge. „Beim Angelschein lernt man alles über Fischereirecht, Fisch- und Gewässerkunde“, zählt er auf.
Angeln „auf Bewährung“
Auch das artgerechte Töten der Fische, um dem Tier so wenig Schmerzen wie möglich zuzufügen, sei Teil der Prüfung. „Ein fester Bestandteil ist das Tierschutzgesetz“, hält Konrad fest. Hat man die Prüfung erfolgreich bestanden, könne man sich zwecks der Aufnahme für eine Erlaubniskarte an den Verein wenden.
Allerdings: Aufgrund der begrenzten Gewässer, in denen man das Fischereirecht gepachtet habe, dürfe man auch nur eine begrenzte Anzahl an Erlaubniskarten ausstellen. „Wenn man die gleichen Interessen wie wir vertritt, hat man eine zweijährige Bewährungsfrist“, erläutert er.

Ein wichtiger Bestandteil der Arbeit im Angel- und Naturschutzverein ist die Hege und Pflege der Gewässer.
Foto: Daniel Schneider
Erst dann sei es möglich, festes Vereinsmitglied zu werden. Man habe übrigens viel mehr Interessenten mit erfolgreicher Fischerprüfung als zu vergebende Karten. Und nicht nur bei neuen Mitgliedern, auch bei der Jugend sieht sich der Verein gut aufgestellt.
„Wir haben eine extrem aktive Jugendgruppe“, freut sich der Vorsitzende. Ob Gewässerverbesserung durch Bepflanzung, Bissschutz gegen den Biber oder Aktionen gegen den wuchernden Riesenbärenklau – die Jugendlichen seien stets dabei.
Und somit ist der Angel- und Naturschutzverein einer der Vereine, die sich keine Gedanken um mögliche Nachwuchssorgen machen müssen – um Schwarzfischer hingegen umso mehr.
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Bericht vom 04.09.2026
Wodka, Toastbrot und Angelschnur
Statt Erholung in der Natur gibt es am Hochmössinger Weiher Müll, Kippen und Schwarzangeln. Die Ortsvorsteherin bittet um Meldungen bei Polizei oder der Ortsverwaltung.
Von
04.09.2026, 17:47 Uhr Oberndorf-Hochmössingen

In den Hecken wurden Flaschen mit geflochtener Angelschnur und verschiedenen Haken entdeckt.
Foto: Ortsverwaltung Oberndorf-Hochmössingen
Sabine Jaud, die Ortsvorsteherin von Hochmössingen, ist erzürnt. Und zwar wegen dem Hochmössinger Weiher – oder besser gesagt, wegen dem, was Unbekannte an ihm veranstaltet haben.
„Bei einer Revierrunde hat ein Mitglied des dortigen Jagdteams am Weiher nicht nur sehr viel Unrat, wie Wodkaflaschen, Zigarettenschachteln, Tüten voll Plastik und Dosenmüll, sondern auch verdächtig viele Dosen Mais und Toastbrotpackungen gefunden“, beschreibt sie die Situation.
Haken in der Hecke
Als idyllisch gelegenes Naherholungsgebiet hat der Weiher eine wichtige Funktion für Natur und Mensch. Er ist seit Jahren ein beliebter Anlaufpunkt für Spaziergänger und Wanderer.
Doch das, was der Jäger dort vorgefunden hat, hatte nichts mit Wochenendspaziergängern oder mit Wanderern zu tun, die die Wege rund um das schwäbisch-alemannische Dorf mit – gerade am Weiher ablesbar – römischer Vergangenheit entdecken wollen. Sondern mit illegalem Angeln.

Unbekannte hatten die Angelschnur und Haken nahe des hinteren Schilfgürtels versteckt.
Foto: Ortsverwaltung Oberndorf-Hochmössingen
Denn nach längerem Suchen wurden in den Hecken nahe des hinteren Schilfgürtels drei Flaschen mit geflochtener Angelschnur und verschiedenen Haken entdeckt, die dort deponiert worden waren.
Das lasse nur einen Schluss zu: „Ganz offensichtlich wurde am Hochmössinger Weiher illegal geangelt“, so die Ortsvorsteherin. Denn Schwarzfischen stelle eine Straftat dar – und die wurde auch bei der Polizei angezeigt.
Umsichtiges Verhalten
Jaud stellt klar: „Das Angeln im Hochmössinger Weiher ist nur dem Natur- und Angelsportverein Oberndorf mit einem Angelschein der Stadt und einer Erlaubniskarte vom Verein in sehr eingeschränkten Zeiten genehmigt.“
Warum der Natur- und Angelsportverein eine so hohe Stellung einnimmt, wird bei seinem Selbstverständnis klar. „Jeder Angler muss sich bewusst sein, dass auch jeder Fisch eine lebende Kreatur ist, und mit Respekt behandelt werden soll“, betonen die Fischer.
Das bedeute etwa die Verwendung von Schonhaken, ein umsichtiges Verhalten am Wasser sowie ein schonendes Zurücksetzen von Fischen. Für die gelten nämlich bestimmte Mindestgrößen. Hat eine Äsche oder Barbe die 30 Zentimeter noch nicht erreicht, geht es für sie wieder zurück ins Wasser.
Beim Hecht müssen es mindestens 50 Zentimeter sein. Aber es geht nicht nur darum, den Fischbestand zu hegen und zu pflegen – schließlich hat man nicht nur den Angelsport, sondern auch die Natur im Namen.
Wichtiges Naturdenkmal
Deshalb verpflichten sich die Angler in ihrer Satzung auch zu Maßnahmen zum Schutz und zur Reinhaltung der Gewässer, sowie zur Erhaltung der Schönheit und Ursprünglichkeit der Gewässer im Sinne des Naturschutzes und der Landschaftspflege.
Führt man sich die Hinterlassenschaften der illegalen Angler vor Augen, ist deren Verhalten etwas, was dem Verständnis des Oberndorfer Vereins diametral entgegensteht. So hatte dieser in Zusammenarbeit mit der Bürgerschaft und zahlreichen Spendern den Weiher vor sechs Jahren aufwendig abgelassen, um ihn vom Schlamm der vorangegangenen Jahrzehnte zu befreien.
Das rund 1,4 Hektar große Amphibienlaichgewässer gilt als „flächenhaftes Naturdenkmal“, da es Lebensraum für zahlreiche, zum Teil vom Aussterben bedrohte, Tier- und Pflanzenarten, bietet.
Und deshalb hat Ortsvorsteherin Jaud noch eine Bitte an die Bürger: „Sollte jemand im Bereich des Weihers entsprechende Beobachtungen machen, bitte bei der Polizei oder der Ortsverwaltung melden.“
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Bericht vom 02.09.2026
Niedrigwasser und Hitze stressen die Fische im Neckar
Der Dürresommer hat Spuren hinterlassen: Viele Flüsse sind im Trockenstress. Wie sieht es beim Neckar in Oberndorf aus? Und wie wirken sich die Temperaturen auf die Fischwelt aus?
Von
02.09.2026, 15:22 Uhr Oberndorf

Vorsitzender Peter Beiter (links) und Gewässerwart Lothar Konrad vom Angel- und Naturschutzverein haben die Entwicklungen am Neckar genau im Auge.
Foto: Jasmin Cools
Futterknappheit auf den Feldern, Niedrigwasser in Flüssen und Seen: Hitze und Trockenheit haben in den vergangenen Wochen ernste Auswirkungen gezeigt. Auch der Neckar beziehungsweise seine Bewohner haben mit den Bedingungen zu kämpfen. Wir sprechen mit Peter Beiter und Lothar Konrad vom Angel- und Naturschutzverein (ANV) Oberndorf über den Durchfluss des Neckars, dessen Temperatur und die Folgen für die Fischwelt.
Stress für die Fische
Man sieht es dem munter plätschernden Neckar an diesem Morgen kaum an, aber auch er hat unter den langen Wochen der Dürre gelitten, wie uns die Vertreter des ANV erzählen. Zeitweise lag der Durchfluss nur noch bei 1,5 Kubikmetern pro Sekunde. Zum Vergleich: Durchschnittlich sind es sonst um die 6,5.
„Kritisch wird es bei einem Kubikmeter pro Sekunde oder weniger“, sagt ANV-Vorsitzender Peter Beiter. Denn weniger Wasseraustausch begünstige zum einen eine stärkere Anreicherung von Schadstoffen. Zum anderen erwärme sich das Wasser bei Hitze stärker. Hinzu komme das ebenfalls warme Kläranlagenwasser. Positive Auswirkungen hätten die glücklicherweise kühleren Seitenbäche.
Bei der Wassertemperatur habe der Spitzenwert in diesem Sommer bei 25 Grad Celsius gelegen. Für die Fischwelt bedeutet das Stress: Bereits bei 18 bis 20 Grad Celsius stelle eine Forelle das Fressen ein, erklärt Gewässerwart Lothar Konrad. Je wärmer das Wasser sei, desto weniger Sauerstoff binde es. Gleichzeitig fahre der Stoffwechsel beim Fisch als wechselwarmes Tier hoch, sodass er auch noch mehr Sauerstoff benötige als sonst. Wenn zu wenig vorhanden ist, können die Fische ersticken.
Glücklicherweise habe man bisher keine Ausfälle gehabt, sagt Konrad. Der ANV verfolgt ohnehin bereits seit Jahren eine neue Besatzpolitik. Auf diese Weise sollen die Fische im Neckar mit der Zeit resistenter werden gegenüber den klimatischen Bedingungen.
So würden beispielsweise keine Sömmerlinge – das sind Jungfische nach der ersten Wachstumsperiode – mehr eingesetzt. Im Spätherbst, zur Laichzeit, werden Forellen aus dem Neckar geholt und in den Irslenbach gesetzt, wo sich die „Brutstation“ befindet. Die Fischlarven, die sich zunächst noch von ihrem Dottersack ernähren, werden dann nach einiger Zeit in den Neckar gesetzt.
Entscheidend sei, dass noch etwa zehn bis 20 Prozent vom Dottersack vorhanden seien, erklärt Lothar Konrad. Denn dann würden die jungen Fische denken, sie seien im Neckar geboren worden, und blieben aufgrund der Standorttreue dort. So sollen sich die Fische über Generationen besser an die Gegebenheiten im Neckar anpassen und widerstandsfähiger werden.
Zeitintensiv, aber effektiv
Langfristig sei die Naturverlaichung, die schon jetzt stattfinde und vom ANV etwa durch die Schaffung von Kaltwasserpools im Flussbett unterstützt werde, das Ziel. In diese legen die Forellen dann ihre Eier ab. Das funktioniere aber eben nicht bei fangreif eingesetzten Forellen, die neben kühleren Gewässern auch an eine Fütterung gewöhnt seien, sondern nur, wenn die Tiere im Neckar aufgewachsen seien und somit an die Temperatur und andere Faktoren gewöhnt sind.
Die Methode sei zeitintensiv, aber effektiv, sagen die ANV-Vertreter. Die Entnahme von Forellen in der Schonzeit sei übrigens, ebenso wie die E-Befischung, mit der der ANV unter anderem den Fischbestand und den Erfolg seiner Besatzpolitik überprüfen kann, genehmigungspflichtig vom Regierungspräsidium.
Die neue Besatzpolitik habe ein Umdenken im Verein erfordert, sagt Peter Beiter. Das sei nicht leicht gewesen, nun stehe aber der Großteil der Mitglieder dahinter – und Erfolge zeichneten sich bereits ab.
Kurzzeitiges Angelverbot am See
Eine weitere Maßnahme, die man in diesem Sommer ergriffen habe, sei ein Angelverbot am vereinseigenen See in den Sulzer „Strütwiesen“ auf Kastell, der zeitweise bis zu 33 Grad Celsius warm war. „So etwas machen wir natürlich nicht gern, aber viele Mitglieder haben da Einsicht gezeigt“, sagt Beiter. Das Angelverbot wurde mittlerweile wieder aufgehoben. Generell appelliere man an die Mitglieder, bei besonders hohen Temperaturen nicht zu angeln, da dies zusätzlichen Stress für die Fische bedeute und somit deren Sauerstoffbedarf steige.
Ein weiteres Thema, das dem ANV Sorgen bereitet, ist die Nierenerkrankung PKD, von der vor allem Arten wie Forellen und Äschen betroffen sind. Bereits ab etwa 15 Grad Celsius erhöhe sich die Mortalitätsrate. Bei manchen eingesetzten Arten liege die Mortalität bei bis zu 95 Prozent, sagt Lothar Konrad. Der Parasit nutzt die im Wasser lebenden Moostierchen als Wirt. Deren Sporen nehmen die Fische dann über die Haut und die Kiemen auf.
Bewährt habe sich, Fische zeitig im Frühjahr einzusetzen. Das zeige eine verringerte Mortalitätsrate. Je jünger diese seien, desto besser bildeten sie Resistenzen gegen den Parasiten, erklären die ANV-Vertreter, die froh und dankbar darüber sind, ein starkes Team im Rücken zu haben, das die aktuellen Herausforderungen gemeinsam angeht.
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Jungangler Lauda in Oberndorf / Trichtingen am 05.09.2025

Fischmobil am 23.08.2025

Reisenbärenklau


Fischerfest 2025 am 06.07.2025

Sommerspaß am 24.08.2024

Fischerfest am 07.07.2024

Sommerspaß am 26.08.2023
Ferienprogramm in der Natur
Kinder erkunden den Neckar in Altoberndorf
Manfred Hagist 30.08.2023 – 11:10 Uhr

Die interessierten Kinder zeigen ein besonderes Geschick für die filigrane Arbeit. Foto: Hagist
Was ist alles im Neckar und am Neckar zu Hause? Unter diesem Motto bot der Angel- und Naturschutzverein Oberer Neckar anlässlich des diesjährigen Ferienprogramms interessierten Kindern die Möglichkeit, ihr heimisches Gewässer kennen zu lernen.
Hoher Wasserstand
Dazu trafen sich kürzlich neun Kinder an der Altoberndorfer Flößerhalle. Sie wurden von Peter Beiter, dem Vorstand des Vereins begrüßt und wanderten danach gemeinsam flussaufwärts, um an geeigneter Stelle Informationen zu bekommen und das eine oder andere auszuprobieren.
Beiter bedauerte es, dass der Neckar gerade einen hohen Wasserstand führe und die Kinder mit ihren Gummistiefeln nicht einfach durchwaten konnten, das sei momentan zu gefährlich, so der Vorstand.
Wie geht Fliegenfischen?
So wurde den Teilnehmern gezeigt, welche Lebewesen sich zum Beispiel unter den Steinen befinden, oder auch im Wasser schwimmende Kleinsttiere, die mittels Kescher herausgeholt wurden. Gewässerwart Lothar Konrad berichtete auch, dass Bachforelle und Äsche in diesem Bereich des Neckars hauptsächlich vorkommen.
Einem interessanten Thema, dem Fliegenfischen, widmete sich ein Vereinsmitglied an einem weiteren Informationspavillon und zeigte den Kindern, wie man aus Tierfedern kleinste filigrane Fliegen zum Fischen bindet, jedes durfte seine eigene Fliege dann mitnehmen.
Ruhe und Geduld gefragt
Rund hundert Meter flussaufwärts, an einer strömungsarmen Stelle des Neckars, gab es die Möglichkeit, einmal selbst zu angeln. Zwei erfahrene Angler zeigten, auf was beim Angeln zu achten ist und vor allem, dass Geduld und Ruhe gefragt sind, um erfolgreich zu sein.
Um die Mittagszeit gab es für die Teilnehmer Grillwürste direkt am Neckarufer und alle bekamen ihre persönliche Teilnehmer-Urkunde vom Angel- und Naturschutzverein ausgehändigt, womit ein erlebnisreicher und spannender Vormittag am Neckar zu Ende ging.
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Fischerfest 2023

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Preisverleihung von EDEKA SÜDWEST

PRESSE-INFORMATION von EDEKA SÜDWEST
Quappen-Projekt beim Naturschutzwettbewerb „Unsere Heimat & Natur“ ausgezeichnet
Angel- und Naturschutzverein Oberer Neckar e.V. erhält Preisgeld für Engagement
Oberndorf am Neckar/15.06.2023 – Im Neckar bei Oberndorf engagiert sich der Angel- und Naturschutzverein Oberer Neckar e.V. für die Wiederansiedlung der dort einst heimischen Quappe. Mit ihrem Projekt gehört die Gruppe zu den diesjährigen Preisträgern des Wettbewerbs „Unsere Heimat und Natur“ und erhält 1.000 Euro. Bereits seit 2014 und damit zum zehnten Mal fördern Edeka Südwest und die Stiftung NatureLife-International so gemeinsam besondere Naturschutzprojekte in der Region. Mehr als 235 Umweltprojekte im Südwesten wurden bereits mit insgesamt über einer halbe Million Euro ausgezeichnet. Kundinnen und -Kunden der teilnehmenden Edeka-Märkte unterstützen den Wettbewerb mit dem Kauf regionaler Bio-Kräutertöpfe.
In Oberndorf am Neckar wurde der symbolische Scheck über 1.000 Euro von Edeka-Kaufmann Gerald Fauser, der die Patenschaft für das Projekt übernommen hat, an Projektleiter Peter Beiter überreicht. Er bedankte sich bei Walter Bühler als Vertreter der Stiftung NatureLife-International und Michaela Meyer, Geschäftsbereichsleiterin Nachhaltigkeit bei Edeka Südwest, für die Auszeichnung und Förderung. „Bereits zum zehnten Mal haben wir uns auf die Suche nach besonderen Naturschutzprojekten in unserem Geschäftsgebiet gemacht, um diese zu würdigen und mit bis zu 5.000 Euro zu fördern, und somit unserem Ziel, ein Biotopverbund im Südwesten entstehen zu lassen, wieder ein Stück näher zu kommen“, erläuterte Michaela Meyer das Ziel des Lebensmittelhändlers.
Claus-Peter Hutter, Präsident von NatureLife betonte: „Noch nie war die Bedrohung der biologischen Vielfalt unserer Natur- und Kulturlandschaften so groß wie heute. Der Rückgang vieler, einst häufiger Pflanzen- und Tierarten wird noch durch die Auswirkungen des Klimawandels verschärft. Deshalb sind praktische Projekte für die Naturbewahrung, die Landschafts- und Heimatpflege als ökologische Bausteine zur Biotopvernetzung wichtiger denn je. Hierfür bedarf es entschlossener Menschen die nicht nur reden, sondern auch mutig und konsequent handeln.“ Genau sie werden im Rahmen des Wettbewerbs „Unsere Heimat und Natur“ von Edeka Südwest mit fachlicher Begleitung von NatureLife-International ausgezeichnet.
Ein wichtiger Beitrag hierfür ist das Projekt „Wiederansiedlung der Quappe“ des Angel- und Naturschutzvereins Oberer Neckar e.V. bei Oberndorf am Neckar im Landkreis Rottweil. Die auch Trüsche genannte Quappe ist in den vergangenen Jahren sehr selten geworden. Vor allem die Auswirkungen des Klimawandels, mit der Verringerung kühler Rückzugsorte für die meist bis zu 40 cm lange Fischart, führt zum Einbruch der Bestände. Der Angel- und Naturschutzverein Oberer Neckar e.V. hat sich zum Ziel gesetzt durch Nachzucht die Bestände zu stabilisieren. Hierzu gehören auch die Pflege und Unterhaltung einer Fischtreppe, der Rückbau von Hindernissen für den Aufstieg dieser und anderer Fischarten.
2023 werden weitere 20 Projekte ausgezeichnet
Unterstützt wird der Wettbewerb von Kundinnen und Kunden der Edeka Südwest. Mit einem Teil des Erlöses aus dem Verkauf von Bio-Kräutertöpfen der Regionalmarke „Unsere Heimat – echt & gut“ wird der Fördertopf regelmäßig gefüllt. In diesem Jahr erhöht sich die Zahl der mehr als 235 mit über 550.000 Euro prämierten Projekten nochmal um 20 neue Preisträger, die mit insgesamt 52.000 Euro unterstützt werden.
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Verein befreit Ufer vom Müll

Reichlich Müll sammelten die Mitglieder und Freunde des ANV entlang des Neckars. Foto: Thorsten Ley
Jahr für Jahr sammelt der ANV den Müll entlang des Neckars ein. Auch dieses Mal gab es reichlich zu tun.
Wieder einmal trafen sich 24 Mitglieder und Freunde des Angel- und Naturschutzvereins (ANV) Oberer Neckar, um am Tag des Gewässers den Müll entlang des Neckarufers von Talhausen bis nach Aistaig einzusammeln.
Jedes Jahr bietet sich den Teilnehmern dasselbe traurige Bild: Auch dieses Mal waren es wieder überwiegend leere Zigarettenschachteln, Plastiktüten, Getränkebecher, Plastikflaschen, Fast-Food-Verpackungen und eine Unmenge an Spirituosenflaschen.
Einige Hotspots
Diese Aktion ließe sich leicht vermeiden, wenn jeder den eigenen Abfall entsorgen würde, so der Verein. Stattdessen finde man „Müllautobahnen“ und Hotspots.
Die ganz großen „Fänge“ blieben diesmal aus, was auf den hohen Wasserstand im Neckar zurückzuführen war. Nur ein Kinderroller fand den Weg auf den Müllwagen, der aber trotzdem übervoll war.
Der Tag des Gewässers wird vom Landesfischereiverband Baden-Württemberg für Februar oder März empfohlen, um die später brütenden Tiere am Wasser nicht zu stören. Zum Abschluss trafen sich die Teilnehmer bei Bratwurst, Kartoffelsalat und Getränken auf dem Vereinsgrundstück in Altoberndorf.
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Angler ohne Fischereierlaubnis

Ferienprogramm

Oberndorfer Angler
Harte Arbeit für die Natur zahlt sich aus
(sb) 21.03.2022 – 11:40 Uhr

Peter Beiter (rechts) ehrt August Schuhmacher. Foto: Ley
Die Hauptversammlung des Angel- und Naturschutzvereins Oberndorf im Aistaiger Vereinsheim begann mit dem Rückblick des Vorsitzenden Peter Beiter.
Oberndorf – Im März 2021 wurden rund 20 000 Bachforellenlarven im Neckar und den Seitenbächen ausgesetzt, die zuvor von Mark Schneider, Dietmar Bischler und Lothar Konrad über Wochen in Ulmer Boxen betreut worden waren. Dies dient zur Unterstützung der Naturverlaichung.
Die Mitglieder mussten im März allein oder in kleinen Grüppchen das neue Angeljahr beginnen. Am Tag des Gewässers wurde eine Müllsammelaktion mt 27 Personen am Neckar durchgeführt. Als Ersatz für das Fischerfest fand ein Fischverkauf am Bauwagen in Altoberndorf statt. Hier konnten die von Dennis Hofgärtner geräucherten 130 Forellen abgeholt werden.
Viele Projekte
Im August wurde wieder das Ferienprogramm mit zehn Kindern gestaltet. Unter Aufsicht von Oleg Repp und Mark Schneider wurde eine schöne Bachforelle gelandet. Auch die Kinder, die mit kleinen Keschern im Neckar nach Fischchen und Kleinlebewesen suchten, konnten bei Lothar Konrad einiges über die später Tiere erfahren.
Das Abfischen im September fand mit 22 Mitgliedern statt. Im November trafen sich 14 Mitglieder am See in Strüttwiesen, um Fundamente für ein geplantes Tor am Zugang zum See anzubringen. Die Planung wurde von Franz Wurzinger gemacht. Außerdem wurde mit einem Bagger und zwei Schleppern Aushubmaterial für eine geplante Starkregenrückhaltung unterhalb der Äcker Richtung Wittershausen verbracht. Dies soll 2022 noch fertiggestellt werden.
Dann stand ein Arbeitseinsatz am Zulauf zu den Weihern am Irslenbach an. Ein Starkregenereignis zuvor hatte das Einlaufrohr so freigespült, dass kein Wasser mehr durch die Leitung floss. Auch hier stehen zeitnah weitere Reparaturen an.
Hunderte von Arbeitsstunden
Danach bedankte sich Peter Beiter bei allen Mitgliedern, die zum Teil Hunderte von Arbeitsstunden geleistet hatten. Dazu zählten unter anderem Familie Kössling, Michael Schortz, Daniela Ley, Jochen Schanz, Mark Schneider und Dietmar Bischler, Roland Wölk, Peter Wagner und Oliver Schmider, Dennis Hofgärtner, Oleg Repp, Thorsten Ley und Gewässerwart Lothar Konrad, der mehr am Neckar sei als jeder andere.
Als Anerkennung für ihren Einsatz von mehr als 100 Stunden erhielten Thorsten Ley, Jochen Schanz und Lothar Konrad Geschenke. Dann wandte sich Beiter mit Dank an Mark Geigges, der das Amt des Kassierers 23 Jahre lang ausgeübt hat.
Zum neuen Kassierer wurde Oleg Repp gewählt. Der Bericht des Schriftführers Thorsten Ley kann auf der Vereinshomepage gelesen werden. Kassenwart Mark Geigges stellte in seinem Bericht dar, dass die Coronaeinschränkungen auch für den ANV nicht ohne Verluste blieben, die aber wenigstens zum Teil durch andere Aktionen ausgeglichen wurden, so dass keine Erhöhung der Beiträge ansteht.
Besatz von Jungfischen
In seinem Bericht ging der Gewässerwart Lothar Konrad nach der Fangstatistik nochmals auf die Situation von Bachforelle und Äsche ein und erläuterte die Maßnahmen zur Erhaltung einer gesunden, gewässerangepassten Fischpopulation.
Dabei wurde die Wiederansiedlung der heimischen Trüsche im Neckar durch den Besatz von 2500 Jungfischen in die Wege geleitet, wovon er sich auch positive Auswirkungen auf den Bachforellenbestand verspricht. Durch die Ausbringung von Forellenlarven sollen die Forellen den Neckarabschnitt als Geburtsort annehmen und angepasster und gesünder aufwachsen, was auch der PKD vorbeugt, einer gefährlichen, parasitären Nierenerkrankung.
Mit drei Temperaturloggern wurde die Gewässertemperatur im Neckar aufgezeichnet, da diese ein primäres Problem der Bachforellen ist. Im kühlen Jahr 2021 betrug die gemessene Maximaltemperatur 18,9 Grad Celsius, die Mindesttemperatur 5,24 Grad.
Jugendarbeit aufwändiger
Im Bericht der Jugendleiterin Daniela Ley wurde deutlich, dass die Jugendarbeit durch Corona aufwändiger, aber trotzdem erfolgreich war. Geehrt für 20 Jahre aktive Mitgliedschaft wurden Franz Wurzinger, Berthold Reinke und August Schuhmacher mit der Ehrennadel in Silber.
Aufgenommen wurden vom Jungfischer zum Vollmitglied Max Gaal, vom Gastfischer zum aktiven Vollmitglied Martin Wehle, Patrik Maier und Thorsten Bischler. Es lagen zwei Anträge vor, in denen die Rückkehr zur alten Form des Anangelns vorgeschlagen wurde. Diese Anträge wurden von den 40 wahlberechtigten Mitgliedern abgelehnt.
Tag des Gewässers
Da der Vorstand beschlossen hat, eine Brutrinne zu kaufen, um mit dem Laich heimischer Bachforellen weiter die Naturbrut zu unterstützen, sollen in diesem Jahr erstmals laichreife größere Forellen schonend gefangen werden, um den Laich in den Weihern am Irslenbach auszubrüten. Die abgestreiften Fische werden wieder zurückgesetzt.
Am 26. März findet der Tag des Gewässers statt. Der Fischverkauf am Gründonnerstag wird am 14. April durchgeführt, wobei gerauchte Forellen vorbestellt werden sollen. Das Fischerfest ist für den 3. Juli geplant.
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Naturschutz in Oberndorf
Maßnahmen am Hochmössinger Weiher abgeschlossen
Jasmin Cools 29.12.2021 – 13:14 Uhr

Anton Bantle (von links), Georg Schillinger, Ewald Fehrenbacher, Reinhold Weisser und Lothar Konrad packten bei der Weiherrettung tatkräftig mit an. Foto: Frey

Unterhalb des Dammes wurden Flussbausteine gesetzt. (Foto: Cools)

Reinhold Weisser freut sich darüber, dass der Weiher gerettet werden konnte. (Foto: Cools)
Nach vier Jahren ist das Projekt „Weihersicherung in Hochmössingen“ abgeschlossen. Reinhold Weisser, der Initiator der Aktion, ist stolz auf das Geschaffte und freut sich darüber, dass der Weiher ein beliebter Ruheort für viele Menschen geworden ist.
Oberndorf-Hochmössingen – „Wir haben wirklich viel geschafft“, sagt Reinhold Weisser und lässt den Blick über den halb zugefrorenen Weiher schweifen. Jetzt, im Winter, ist kaum ein Geräusch zu hören. Im Sommer wechselt sich das Quaken der Frösche mit dem Summen der Libellen ab. Dabei wäre der Weiher beinahe nicht mehr zu retten gewesen.
Alles begann 2016 mit einem „strengen Winter“. Durch die dicke Eisschicht und die Menge an Faulschlamm, die sich im Weiher über mehr als 40 Jahre angesammelt hatte, war der Sauerstoffgehalt stark vermindert, und viele Fische erstickten. Das Entfernen von Bäumen und Sträuchern am Uferrand, um den Eintrag in den Weiher zu reduzieren, reichte nicht aus. Der Schlamm musste abgepumpt werden.
Naturschützer geraten mit der Stadt in Streit
Darüber gerieten die Naturschützer mit der Stadt Oberndorf als Liegenschaftseigentümer in Streit. Diese argumentierte unter anderem mit einer Aktennotiz aus den 90er-Jahren, nach der der Weiher der Natur überlassen werden sollte. Weil der Schlamm als Sondermüll eingestuft wurde und die Naturschützer für die unerwartet hohen Kosten keine finanzielle Unterstützung von der Stadt zu erwarten hatten, stand das Projekt kurzzeitig auf der Kippe.
„Ohne die Spende eines Hochmössingers hätte es nie funktioniert“, ist Weisser noch heute sehr dankbar. So wurden 30 000 Euro auf einen Schlag gespendet, zuzüglich weiterer Spenden von anderen Bürgern. Im Oktober 2019 konnten sich die Naturschützer somit ans Werk machen.
Die Aistaiger Feuerwehr, unterstützt von der Hochmössinger Feuerwehr, und der Angel- und Naturschutzverein Oberndorf pumpten den Schlamm ab. Unter anderem wurden Teichmuscheln, Rotaugen, Hechte, Schleien und Karpfen umgesiedelt. Auch der eine oder andere kuriose Fund, wie ein Moped und ein Munitionskoffer, war dabei, erinnert sich Weisser.
18 Tonnen Material abtransportiert
Rund 18 Tonnen Material, also etwa 400 Kubikmeter Schlamm, wurden abtransportiert. Damit war die Arbeit jedoch noch nicht getan. Um den Weiher neu befüllen zu können, war die Umsetzung von Hochwasserschutzmaßnahmen nötig, konkret die Errichtung eines so genannten Mönchs, mit dem der Wasserstand reguliert werden kann, und der Bau eines offenen Überlaufs. Immer wieder verzögerte sich das Vorhaben, und Weisser musste Druck bei den Behörden machen, wie er erzählt.
Auch bei der Umsetzung der Hochwasserschutzmaßnahmen habe man wieder auf die Bürger zählen können. Das alte Betonrohr am seitlichen Überlauf wurde entfernt, und ein sechs Meter breites Schotterbett, über das auch größere Wassermengen kontrolliert ablaufen können, entstand. Zwei Betonrohre mit einem Durchmesser von 1,20 Metern und je fünf Tonnen Gewicht wurden im Bereich des Fahrweges verbaut, damit der Weg bei größeren Wassermengen nicht ausgespült wird.
Im August 2021 fand der nächste Arbeitseinsatz statt. Im Bereich des Dammes wurden die Flussbausteine gesetzt. Die Stadt hatte offenbar Marmorblöcke im Sinn gehabt, wie Weisser erzählt, doch diese wären teuer gewesen, deshalb habe er sich dagegen ausgesprochen. Stattdessen entschieden sich die Naturschützer für 56 Tonnen an Granit-Flussbausteinen, für die sie von der ausführenden Firma noch rund 300 Euro Nachlass erhielten.
Spaziergänger können eine Rundtour machen
Danach wurde der Damm begradigt, ein Weg entlang des Weihers angelegt und Gras an den Randbereichen eingesät, zudem eine Blumenwiese für Insekten angelegt. Federführend sei dabei vor allem Lothar Konrad, Gewässerwart des Oberndorfer Angel- und Naturschutzvereins, gewesen. Konrad habe ihn ohnehin von Anfang an auf seiner Mission zur Weiherrettung begleitet, sagt Reinhold Weisser. Erst kürzlich habe er mit ihm noch ein Loch gestopft, aus dem Wasser ausgetreten sei.
Im September wurde der Graben am seitlichen Überlauf des Hochmössinger Weihers neu angelegt und eingeschottert. Auch ein Begleitweg wurde vom Sportplatz zum Weiher geschaffen, so dass Spaziergänger nun eine Rundtour machen können. „Ich sehe fast täglich Spaziergänger am Weiher. Das ist toll“, freut sich Reinhold Weisser. „Die Bürger fragen auch immer wieder nach, wie der aktuelle Stand bei den Maßnahmen ist.“ Dank zweier Bänke vom Forstrevier Oberndorf könne man nun auch am Weiher verweilen und die Natur auf sich wirken lassen.
Großer Rückhalt in der Bevölkerung
Was 2017 mit der Idee begonnen hatte, den Hochmössinger Weiher nicht in einer „stinkenden Pfütze“ enden zu lassen, sei mit und mit zu einer Herzensangelegenheit geworden, sagt Weisser. Unglaublich gefreut habe er sich über den großen Rückhalt und das Vertrauen der Bevölkerung, das sie mit ihrem Einsatz und den Spenden ausgedrückt habe. Zum harten Kern gehörte die rüstige Rentnertruppe, bestehend aus Anton Bantle, Georg Schillinger, Ewald Fehrenbacher und Josef Holzer. Die engagierte Bürgerin Nadine Frey habe derweil jeden Schritt, jeden Handgriff zur Rettung des Weihers dokumentiert.
Auch wenn einem immer wieder von Behördenseite Steine in den Weg gelegt worden seien – „sei es nun bewusst oder unbewusst“ – so habe sich der Einsatz gelohnt, sagt Reinhold Weisser. „Der Wert solcher Kleinode für die Natur und letztlich auch für die Menschen lässt sich eben schlecht in Zahlen ausdrücken.“ Die Maßnahmen am Weiher seien seit Oktober nun offiziell abgeschlossen. Die Stadt müsse lediglich noch eine Furt bauen beziehungsweise eine Art Rinne, damit überlaufendes Wasser gezielt über den Weg in den Wald fließen könne.
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Baumfällung in Oberndorf
Bündnis ruft Bürger zur Unterstützung für Einwohnerantrag auf
Schwarzwälder Bote, 16.03.2021 – 14:36 Uhr

Jetzt werden die ÖDP, die NABU/BUND-Ortsgruppe und der Angel- und Naturschutzverein aktiv.Foto: Semenescu Foto: Schwarzwälder Bote
Einwohnerantrag: Baumrettung mit Hochwasserschutz verbinden
Oberndorf. Nachdem im Gemeinderat die Planungen zum Thema Hochwasserschutz am Neckar im Bereich der Kernstadt abgesegnet worden waren, hatte es zahlreiche Bürgerreaktionen gegeben.
Aus Sicht der NABU/BUND-Ortsgruppe Oberndorf-Sulz, dem Angel- und Naturschutzverein Oberer Neckar und dem Kreisverband Rottweil der ÖDP war die Gemeinderatsentscheidung ein Fehler. „Zu vorschnell wurde die Fällung zahlreicher Bäume ohne sorgsame Prüfung der Alternativen beschlossen“, heißt es. Weil dieser Eindruck in persönlichen Gesprächen und durch zahlreiche Leserbriefe bestätigt worden sei, habe das Bündnis beschlossen, einen Einwohnerantrag gemäß Paragraf 20b der Gemeindeordnung zu stellen.
Bei ausreichend Unterstützung der Oberndorfer Bevölkerung – es sind rund 200 Unterschriften nötig – werde der Einwohnerantrag im Gemeinderat behandelt. Dann müsste dieser über die Forderungen im Einwohnerantrag abstimmen, die unter anderem lauten, dass Alternativen zum Baumerhalt geprüft werden, dass ein Planfeststellungsverfahren durchgeführt wird, dass die Baumaßnahme von einer ökologischen Baubegleitung überwacht wird.
Zum Auftakt der Unterschriftensammlung für den Einwohnerantrag lädt das Bündnis zu einer Kundgebung am morgigen Donnerstag, 18. März, um 18 Uhr auf dem Mauser-Parkplatz (bei der Firma Rheinmetall) ein.
Am Freitag, 19. März, wird die NABU/BUND-Ortsgruppe mit einem Infostand Unterschriften für den Einwohnerantrag sammeln. Um diesen unterstützen zu können, muss man mindestens 16 Jahre alt sein und seit mindestens drei Monaten in Oberndorf oder einem Stadtteil wohnhaft sein.
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