Riesen-Bärenklau

Diese Herkulesstaude (Heracleum mantegazzianum) stamm aus dem Kaukasus und wurde nach Europa im 19. Jahrhundert eingeführt. Die Pflanze bereitet sich immer stärker auch in unserem Raum, entlang des Neckars. Wir vom Angel- und Naturschutzverein sind jedes Jahr dabei die Verbreitung dieser Pflanze bei uns zu bekämpfen, aber es ist kein leichter Job. Jede Aktion ist mit gesundheitlichen Gefahren verbunden. Es erfordert besondere Schutzmaßnahme und Kenntnisse die Pflanze ordnungsgemäß zu entfernen. Umso wichtiger ist es uns, vor Gefahren zu warnen, da die Riesen-Bärenklau immer häufiger am Neckarufer, aber auch auf Wiesen zu finden ist.

Die Pflanze vermehrt sich nicht über die Wurzeln, sondern über die große Anzahl von Samen. Bis zu 50.000 schwimmfähige Exemplare können das sein. Noch dazu seien sie bis zu zehn Jahre keimfähig. Die Pflanze verteilt sich sehr schnell über unsere Gewässer. Der Saft der Pflanze enthält photosensibilisierende Substanze (Furanocoumarine), die in Verbindung mit UV-Strahlung (Sonnenlicht) teilweise zu schweren Verbrennungen bis zum 3. Grad führen können, auch bis zu 2 Stunden nach dem Hautkontakt.

Es gibt einige Maßnahmen, die eingesetzt werden. Wir möchten Dir nur die einfachste vorstellen. Alle Bekämpfungsmaßnahmen sind mit gesundheitlichem Risiko verbunden. Im Zweifelfall am besten uns benachrichtigen, den Standort so genau wie möglich mitteilen und wir kümmern uns um die Bekämpfung. Solltest Du es dennoch in Erwägung ziehen es selber zu entfernen, so bitte beachte:

  • Am besten vor der Blütenzeit erkennen und bekämpfen
  • Vollständige Bekleidung, auch Handschuhe und Brillen schützen noch mehr
  • Geeignete Werkzeuge: Spaten und Spitzhacke
  • Durchführung der Arbeiten am besten bei bedecktem Himmel (geringere UV-Strahlung)
  • NICHT Mähen!
  • Die Pflanze von der Wurzeln (oberen Drittel) vorsichtig abtrennen (s. u. detaillierte Informationen) und an einer geeigneten Stelle zum Trocknen liegen lassen (mit Schnittfläche nach oben, damit es nicht wieder anwächst), alternativ in den Hausmüll entsorgen
  • Wurzel, der ca. 15 cm unter der Oberfläche sitzt, ausgraben und, am besten eingepackt, über den Restmüll entsorgen.
  • Den Platz ein paar Wochen später nachkontrollieren, ob die Pflanze nicht nachgewachsen ist

Wer uns unterstützen will, diese Pflanze zurückzudrängen, kann sich zu den Arbeitsdiensten melden. Wir werden uns über jede Hilfe freuen!